Zur Reform der Sport“hilfe“

Manch einer hat den aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks ja schon gelesen. Die finanzielle Unterstützung wird sich für einige Athleten deutlich ändern. Bitter ist, dass Sportler sich nicht mehr für den Sport als Gesamtes einsetzen, sondern nur sich selbst der Nächste sind. Solche Aussagen kommen dann zustande: „Es kann jetzt nicht mehr jeder und nicht mehr so viele aufgefangen werden wie vielleicht vorher.“

Ich war der Sporthilfe immer sehr dankbar, da sie mir die letzten Jahre das Überleben sicherte. Doch man muss sich mal die Fakten klar machen. Die Armutsgrenze lag im letzten Jahr für einen Alleinstehenden bei rund 890€ netto. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass einige Athleten deutlich darunter lagen. Die Verantwortlichen glauben vermutlich, dass wir von Luft und Liebe leben. Doch genau diese Luft haben sie mit dieser Reform uns Athleten, die bei Olympia fast nicht unter die ersten 8 kommen können, jetzt auch noch genommen. Nun muss jeder Athlet für sich selbst erkennen, ob es Sinn macht weiter seinen Sport zu betreiben oder andere Prioritäten zu setzen. Nur befürchte ich jetzt, dass viele Athleten schon vor dem richtigen Start ihrer Karriere keinen Sinn mehr sehen und meine Disziplin über kurz oder lang aussterben wird. Ich für mich laufe nur noch für meine Freunde, Verein, Unterstützer und allen denen ich Freude bereite. Nicht für ein System oder sonst wen…

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